ALLES ÜBER DEN MÜLL DEN WIR AUS DEM FENSTER WERFEN

“I’m on the hiiighway to hell, nana nanana,…”

Highway to hell ist nicht nur der Titel eines berühmten Liedes von ACDC, sondern auch eine ziemlich wahre Aussage. Was, wenn ich dir sagen würde, dass wir uns genau auf so einer Autobahn zur Hölle befinden? Stell dir doch einfach mal eine brennende Straße voller Müll vor. Klingt übertrieben? Vielleicht, aber es beschreibt unsere Situation ziemlich detailgetreu.

Denkt man nun an die Hölle, denkt man meistens an Hitze. Und obwohl wir uns mit den hohen CO2 Emissionen eine Trockensauna aus der Natur machen, rede ich nicht nur vom Klimawandel (obwohl auch er ein ernstzunehmendes Problem ist). Wir scheinen unsere Umwelt auch mit einem Übergroßen Mistkübel zu verwechseln. Mehr als 15% von befragten Fahrern jeden Alters geben zu, immer wieder Müll aus dem Auto zu werfen. Dabei handelt es sich nicht nur um Biomüll, mit dem Argument, dass aus dem rausgeworfenen Apfel ein Baum wachsen könnte. In vielen Fällen ist es Kunststoff, wie Plastiksackerl, Kaugummi, Becher, etc. Ja, ein Apfel würde schnell zerfallen, aber eure liebe Plastikflasche lässt sich mit über 500 Jahren etwas mehr Zeit. Ich verstehe noch immer nicht, wieso es für so viele Menschen so hart ist, ihren Müll in ein Sackerl zu geben und es dann zu Hause wegzuwerfen. Es ist ja nicht so, als ob sich dein Dreck während der Fahrt in ein Monster verwandelt und dich lebendig verspeist. Das. Wird. Nicht. Passieren.

Nun eine kurze Geschichte über eine Plastikflasche

Hast du jemals einen Gedanken daran verloren, was mit der Flasche passiert, die du da gerade aus dem Fenster geworfen hast? Zuerst, wird sie einfach nur darliegen. Und das für eine lange, lange Zeit. Sie wird darauf warten, dass jemand sie aufhebt und recyceled, oder zumindest wegwirft – was mit größter Wahrscheinlichkeit nicht passiert, wenn sie direkt neben der Autobahn liegt.

Irgendwann wird es zum Regnen beginnen. Mit der Zeit, vermischen sich die toxischen Substanzen der Flasche mit dem Wasser. Daraus entsteht ein schädliches Sickerwasser. Diese Flüssigkeit gelangt schon bald über den Boden ins Grundwasser und vergiftet ganze Ökosysteme.

Die chemischen Substanzen sind aber nur ein kleiner Teil des Ganzen. Die Flasche an sich wird entweder noch für hunderte Jahre herumliegen oder in einem Fluss enden, der schlussendlich in den Ozean mündet. Dort zerfällt es dann in viele kleine Teile: Mikroplastik. Und falls du jetzt glaubst, das wars, dann haut dich das folgende vom Hocker:

Wassertierchen halten das hübsche, bunte Mikroplastik für Essen. Glaubt es oder nicht, aber es macht die Fische satt. Das Problem ist nur, dass Plastik keine Nährstoffe in sich hat und das Sättigungsgefühl lediglich oberflächlich ist, wodurch die Fische verhungern. Und falls das noch nicht schlimm genug ist, hier noch ein kleiner Vortrag über Nahrungsketten: sagen wir mal, eine Fischlarve isst das Mikroplastik. Diese Fischlarve wird von einem kleinen Tintenfisch gegessen, mit dem Mikroplastik in ihr. Der Tintenfisch wird zum Mittagsessen vom Tunfisch. Und wie wir Menschen so sind, landet der Tunfisch bei uns am Teller. Letztendlich ist es so, dass wir unseren eigenen Müll essen. Na guten Appentit, falls du gerade isst.

Um diese ewig lange Geschichte kurz zusammenzufassen und euch nicht weiter mit den Details zu langweilen: bei der Verwendung von Plastik generell, aber insbesondere, wenn man es achtlos in die Natur wirft, zerstören wir nicht nur die Umwelt, aber uns gleich mit. Unser Verhalten ist somit nichts anderes als Selbstmord.

Danke für die Information, was soll ich jetzt damit machen?

Nichts leichter als das! Höre einfach damit auf, den Müll aus dem Fenster zu werfen, vor allem, wenn daraus kein Baum wachsen kann. Behalte das Zeug einfach im Auto und warte, bis du es in die Recycling-Tonne werfen kannst. Ich habe es bereits gesagt: der Müll verwandelt sich nicht in ein menschenfressendes Monster während du fährst. Es wird nur dann zu einem gefährlichen Biest, wenn du es wegwirst. Nicht möglich? Dann bist du zu bequem. Schau einfach Singapur an, wo es bereits verboten ist, Müll in die Umwelt zu werfen. Die Strafen liegen bereits bei 300-1000$ und es scheint gut zu funktionieren.

Halte dich einfach zurück und werfe deinen Müll dorthin, wo er hingehört.

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen